Sie sind hier: Start > Qualitätsmanagement > QM-Modelle

Historische Entwicklung von Qualitätsmanagement-Modellen

Qualitätsmanagement ist keine Erfindung der letzten 20 Jahre. Schon seit es Menschen gibt, versuchen sie Ergebnisse, Prozesse und Verfahren zu verbessern. Schon immer gibt es also Überlegungen, wie Qualität zu optimieren sei und wie die Prozesse im Hinblick darauf zu strukturieren seien. Sobald diese Bemühungen systematisch stattfinden, kann man von Qualitätsmanagement-Modellen sprechen.

Einige Vorläufer unserer heutigen Qualitätsmanagement-Systeme in Stichworten:

Um 1900
Stichwort: Qualitätskontrolle
Methode/Ziel: Aussortieren von fehlerhaften Produkten
Vorreiter: Ford, Taylor

Um 1930
Stichwort: Qualitätsprüfung
Methode/Ziel: Steuerung basierend auf Statistiken
Vorreiter: Walter A. Shewhart

Um 1960
Stichwort: Qualitätsmaßnahmen im ganzen Unternehmen
Methode/Ziel: Vorbeugende Maßnahmen
Vorreiter: Genichi Taguchi, W.E. Deming

Um 1964
Stichwort: Null-Fehler-Programm
des US-Verteidigungsministeriums
Methode/Ziel: Ziel der Perfektion
Vorreiter: Philip B. Crosby

Um 1985
Stichwort: Null-Fehlerstrategie (Six-Sigma)
Methode/Ziel: Ausschluss von Fehlern
Vorreiter: General Electric, Motorola

Um 1990
Stichwort: Umfassendes Qualitätskonzept
Methode/Ziel: Integration von Teilkonzepten
Vorreiter: Ishikawa

Um 1985
Stichwort: Total-Quality-Management (TQM)
Methode/Ziel: Qualität als Systemziel
W.E. Deming, Malcolm Baldrige

1989
Stichwort: EFQM-Modell
Methode/Ziel: offenes Wettbewerbsmodell
mit 9 ganzheitlichen Kriterien

(Quelle für die historischen Schlaglichter: Wikipedia)

Qualitätsmanagement-Modelle heute: EFQM und ISO 9001

Eine ganze Reihe von Qualitätsmanagementnormen dienen als Rahmen für eine Vielzahl unterschiedlicher Qualitätsmanagementsysteme oder als verpflichtende Vorgaben.

Die wichtigsten Qualitätsmanagement-Modelle sind heute das EFQM-Modell sowie die EN ISO 9001. Das EFQM-Modell ist europäisch ausgerichtet und ermöglicht ebenso ein Zertifikat. Im Gegensatz zur ISO 9001:2000 handelt es sich hierbei jedoch um ein Wettbewerbsmodell, das auf die Selbstverantwortung in der Bewertung setzt. Zudem ist es ein sich fortlaufend selbst verbesserndes Modell. Es zielt stark auf Lernen und Innovation und orientiert sich an den weltbesten Umsetzungen.